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Die Physiker

 

Zum Inhalt

aus dem Programmheft

Drei scheinbar geisteskranke Physiker bringen in einer Irrenanstalt ihre drei Pflegerinnen um.
Was wie die Tat von Verwirrten aussieht, entpuppt sich als ein Plan zur rettung der Menschheit. Was als Komödie untertitelt ist, ist viel mehr als eine solche. Ständig kippen skurrile Ereignisse die Situation, Machtpositionen vertauschen sich und die Frage nach der Verantwortung vor sich und der Menschheit rückt in den Vordergrund. Nachdem alle Maskierungen gefallen sind, nimmt die »Komödie« ein unerwartetes Ende...
 

Die 20 Punkte zu den Physikern von Dürrenmatt

aus dem Programmheft

  • Ich gehe nicht von einer These, sondern von einer Geschichte aus.
  • Geht man von einer Geschichte aus, muss sie zu Ende gedacht werden.
  • Eine Geschichte ist dann zu ende gedacht, wenn sie ihre schlimmst mögliche Wendung genommen hat.
  • Die schlimmst mögliche Wendung ist nicht voraussehbar. Sie tritt durch Zufall ein.
  • Die Kunst eines Dramatikers besteht darin, in einer Handlung den Zufall möglichst wirksam einzusetzen.
  • Träger einer dramatischen Handlung sind Menschen.
  • Der Zufall einer dramatischen Handlung besteht darin, wann und wo wer zufällig wem begegnet.
  • Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall zu treffen.
  • Planmässig vorgehende Menschen wollen ein bestimmtes Ziel erreichen. Der Zufall trifft sie immer dann am schlimmsten, wenn sie durch ihn das Gegenteil ihres Zieles erreichen: Das, was sie befürchteten, was sie zu vermeiden suchten (z.B. Ödipus).
  • Eine solche Geschichte ist zwar grotesk, aber nicht absurd (sinnwidrig).
  • Sie ist paradox.
  • Ebenso wenig wie die Logiker können die Dramatiker das Paradoxe vermeiden.
  • Ebenso wenig wie die Logiker können die Physiker das Paradoxe vermeiden.
  • Ein Drama über die Physiker muss paradox sein.
  • Es kann nicht den Inhalt der Physik zum Ziel haben, sondern nur ihre Auswirkungen.
  • Der Inhalt der Physik geht die Physiker an, die Auswirkungen alle Menschen.
  • Was alle angeht, können nur alle lösen.
  • Jeder Versuch eines Einzelnen, für sich zu lösen, was alle angeht, muss scheitern.
  • Im Paradoxen erscheint die Wirklichkeit.
  • Die Dramatik kann den Zuschauer überlisten, sich der Wirklichkeit auszusetzen, aber nicht zwingen, ihr standzuhalten oder sie gar zu bewältigen.
 

Über den Autor

aus dem Programmheft

Friedrich Dürrenmatt wurde am 05.01.1921 in Konolfingen in der Schweiz geboren und starb am 14.12.1990 in Neuchatel.
Er begann im Jahr 1941 Philosophie, Naturwissenschaften und Germanistik zu studieren.
1946 heiratete er die Schauspielerin Lotti Geissler.
1950 schrieb er den Kriminalroman »Der Dichter und sein Henker«.
Weltweiten Erfolg erzielte er dann erstmals mit der Komödie »Der Besuch der alten Dame« (1956).

Friedrich Dürrenmatt erhielt etliche Preise für sein Schaffen, das neben Theaterstücken, Detektivromanen, Erzählungen und Hörspielen auch Essays und Vorträge umfasst. Zudem widmete er sich auch der praktischen Theaterarbeit in Basel, Zürich und schließlich Düsseldorf. Dabei nahm er als gesellschaftskritischer Autor Stellung zur internationalen Politik.

Das Stück »Die Physiker« war sein zweiter großer Welterfolg. In 1961 geschrieben, wurde es eines seiner meistgespielten Theaterstücke.

 

Mitwirkende

aus dem Programmheft

Johan Wilhelm Möbius:Juval Porat
Herbert Georg Beutler genannt Newton:Jens Schreckenberg
Frälein Doktor Mathilde von Zahnd:Daniela Loke
Martha Boll:Maja Sentürk
Monika Stettler:Katrin Hüs
Richard Voß:Christian Abels
Lina Rose:Gesche Riesner
Oskar Rose:Jochen Weber
Murillo:Andreas Gierlich
Mc Arthur:Christian Cornelissen
Leiche:Linda Diepenbruck/ Solveyg Anders
Gerichtsmediziner:Jochen Weber
 
Regie:Chrisitan Cornelissen
Regieassistenz:Andreas Gierlich
 
Licht:Ruben Niederhagen
Maske:Yvonne Oheim
 
einstein

Backstage

             
trans
mathilda

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