konzert

Von Juval am 18.October 2009 um 14:34 | Kategorien: Allgemein | Keine Kommentare »

nächste woche gibt´s ein kleines konzert mit mir und dirk in der nah-bar. kommt vorbei!

Zur Zeit keine Konzerte


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Von Juval am 14.September 2009 um 07:45 | Kategorien: Allgemein, Feiertage, kantor, wochenabschnitt | 2 Kommentare »

das letzte wochenende des jüdischen jahres ist hinter mir. da momentan die gemeindearbeit so ziemlich das einzige ist was mir meine aufenthaltsgenehmigung erlaubt (führerschein, wohnung- und nebenjobsuche ausgeschlossen), befinde ich mich, je näher die hohen feiertage rücken, in einer dickflüssigen emotionalen brühe, bestehend aus der erkenntnis unserer macht als menschen, zu heilen und zu zerstören. habe gestern mit rabbinerin lisa edwards den slichot-gottesdienst geleitet – eine bewegende angelegenheit von vielen anderen bewegenden angelegenheiten, die die vorbereitungszeit für die hohen feiertage ausmachtt. ist es die kalifornische touchy-feely attitüde? ist es die jahreszeit? in der synagoge herrscht eine derartige emotionale offenheit, dass neben jedem gebetbuch eigentlich eine packung kleenex liegen sollte. naja, es hat ja was.
am freitagabend war ich von rabbinerin lisa edwards predigt – unter anderem zum jahrestag der anschläge vom 11. september – gerührt. anbei ein auszug:

The wild fires in LA, the 5th anniversary of Katrina last week, the 8th anniversary of 9/11 today, Rosh Hashanah next Shabbat…it’s easy to explain why I’ve been feeling vulnerable lately, a little on the anxious side. But nothing made me feel so vulnerable as flipping through that alumni magazine last week and finding out that Mike is dead. I feel vulnerable because he was my age and dead from cancer – but more than that – just vulnerable thinking how very much by chance, people – important people — come and go from our lives…how people can mean the world to us one year, and we can lose touch completely the next year and forever after.

And yet, even so, even out of touch, it’s worth noticing that those people can still mean a lot to us – it’s still true that they helped us become who we are, we can still care very much about them. It’s not a terrible thing, not necessarily even a sad thing, that they’re not “in” our lives anymore – we don’t have to search FACEBOOK looking for everyone we ever knew – those people can still be part of our lives, part of who we are, even though our lives and theirs have gone off in separate directions.

But sometimes it is helpful ….or just sweet … to pull some of those people back in; sometimes there is room for them still – or again – in our lives, whether in memory only or in reality . . . and not just people either.

This Shabbat – tonight and tomorrow – is the last of the seven sabbaths of consolation – the seven sabbaths that come between Tisha B’av – the saddest and lowest point on the Jewish calendar – and Rosh Hashanah – the most majestic day on the Jewish calendar…

die gesamte predigt gibt es hier zu lesen.

ich bin weiterhin begeistert und dankbar für die unterstützung und wärme, die ich von dieser gemeinde bekomme. viele gute gespräche, mit faszinierenden persönlichkeiten. ich liebe auch meinen chor, mit dem ich fleißig probe. achja. neues jahr, neues glück.


past the mission

Von Juval am 12.August 2009 um 17:34 | Kategorien: Uncategorized | Keine Kommentare »

die woche, in der zumindest in meiner jetzigen gemeinde eine gedenkveranstaltung an die ermordeten und verletzten jugendlichen aus tel-aviv stattfand, habe ich in atlanta verbracht.  in dieser zeit meines neuen lebensabschnitts werde ich so vielen sachen ausgesetzt, dass es mir nicht leicht fällt mich zu fokussieren. von meinem privatleben ganz zu schweigen. aber ich lerne sehr viel hier. viel über mich. es scheint als werde ich besonders in der zeit vor den hohen feiertagen dazu gezwungen mich mit meinen eher düsteren seiten zu beschäftigen und es ist nicht immer angenehm.  warum habe ich wohl nie hier in meinem blog erwähnt, daß die jüdische gemeinde für die ich arbeite die erste schwul-lesbische gemeinde der welt ist? warum habe ich mich nie dazu bekannt? zu lange habe ich mich von ängsten leiten lassen und seit gestern nacht habe ich mich entschlossen mich zu bessern. wie oft habe ich mich beim lügen ertappt, beim verbiegen der wahrheit aus scham, beim sabotieren meines eigenen glücks. wie oft habe ich vorgegeben jemand zu sein, der ich nicht bin? zu oft. zu lange. ich weiss, ich bin hier nicht sonderlich konkret. vielleicht schreibe ich später rein, warum und wieso mich diese gedanken plötzlich packen. ich dachte nur, dass ein veröffentlichen meiner absichten ein erster schritt in die richtige richtung ist. ich werde mein bestes tun mir selber treu zu bleiben.


climbing up that hill

Von Juval am 27.July 2009 um 03:07 | Kategorien: Allgemein | Keine Kommentare »

we don´t do this here wurde mir heute erklärt. dabei bin ich lediglich um die 15 minuten einen berg hochgelaufen, statt ein auto zu benutzen. noch habe ich kein auto und die busse bringen mich momentan fast überall hin. mein outing als fussgänger wurde auf der heutigen geburtstagsparty in sherman oaks (riesenvilla, pool und atemberaubender blick aufs tal) mit gemischten gefühlen aufgenommen. hmm. kulturclash nr. 1. hier werden die riesenküchen auch seltenst benutzt – warum auch, wenn es doch in fast jedem supermarkt riesenbüffets mit allemöglichen kalten und warmen gerichten zu kauf anregen. auch die gärten werden gemacht, auch die betten, auch das ende der toilettenpapierrolle wird fein zum dreieck vom dienstmädchen gefaltet. hier herrscht dienstleistung pur und alles was geld kaufen kann, wird gekauft.
bin seit ein paart tagen besitzer eines iphones. das gerät mit seinem eingebauten navigatioinssystem hilft mir enorm beim mich zurechtfinden in dieser großen stadt. noch keine bilder, noch keine videos, noch keine soundproben – nur erste schriftliche eindrücke und empfindungen, die mich seit meiner landung vor 8 tagen begleiten. ist noch genau die laute autofixierte, konsumorientierte stadt, wie ich sie im januar fand.
mein erster gottesdienst verlief gut. ich glaube, die gitarre und ich haben es gut durchstanden. und dennoch ist es ein eigenartiges gefühl. als ich am freitag-abend vor der gemeinde stand, die allesamt extrem warmherzig und wilkomend zu mir war, konnte ich es noch nicht ganz begreifen, dass dies nun meine heimat für die nächsten monate/jahre sein soll. alles neu. viel arbeit. chorprobe, treffen mit dem gemeindeteam, vorbereiten der gottesdienste. und hier und dort auch ein paar meet+greet parties in extrem prunkvollen villen, die extrem verschwenderisch und luxuriös eingerichtet sind. ich wollte nie ein haus, oder ein auto besitzen und hier ist es das ideal. muss mich noch ein bisschen im amerikanischem traum zurechtfinden. in 1.5 wochen besuche ich atlanta. wird bestimmt lustig. aber sonst geht´s mir gut.


frühling für brüno

Von Juval am 09.July 2009 um 01:25 | Kategorien: Empfehlung | Keine Kommentare »

tja, immer noch auf der warteschleife versuche ich berlin in diesen an sommer erinnernden tagen zu geniessen. es gibt ja weitaus schlechtere plätze, in denen man auf den abflug nach l.a. warten kann. am montag war ich auf der – soweit ich das richtig verstanden habe  – vorpremiere von sacha baron cohens neuen wurf  “brüno”. und ich dachte alle tabus seien schon gebrochen. was ich vom film halten soll, weiß ich noch nicht so genau, auf jeden fall ziehe ich vor cohen den hut ab, dafür, dass er die grenzen des geschmacklosen noch ein bisschen weiter ausdehnt, um den zuschauer, nach dem gekicher und gelächter ein bisschen zum nachdenken zu stimulieren. ja, ich denke, hinter all den vulgären, absurden situationen, wird hinterfragung gefordert. ist das nicht ziel jeder provokation?

und von diesem “greatest austrian superstar since hitler” – tabubruch direkt zum nächsten. die in weißen kreisen eingehüllten brezel auf rotem hintergrund, wie sie von der hausfassade des admiralspalasts hängen haben schon seit einer weile meine aufmerksamkeit gezogen. erneut, eine recht provozierende marketinkampagne für das musical “the producers“, den ich mir heute angeguckt habe. hat mir gut gefallen, wenn mir auch in manchen szenen die spucke weggeblieben ist, was auch beim publikum bemerkbar wurde. als die überschwule derbe variante vom adolf hitler alleine auf die bühne stand, insbesondere in einem gebäude, in dem zur zeit des nationalsozialismus eine “füherloge” eingebaut wurde, wusste niemand so recht, wie die figur jetzt begrüsst werden soll. auf jeden fall lohnt sich ein besuch des stücks! geistreich, böse, unterhaltsam.


gestern, im frannz klub

Von Juval am 02.July 2009 um 10:17 | Kategorien: Empfehlung, Musik | Keine Kommentare »

auf der warteschleife zu sein, zumindest in berlin, kann auch seine vorteile haben. während meiner spaziergänge in der stadt erlangte eine loney dear-konzertankündigung plus “special-guest” meine aufmerksamkeit. von den ca. 15 freunden, die ich begeistert versucht habe zu überzeugen, mit mir aufs konzert zu gehen, kam nur einer, aber wir hatten trotzdem immens spaß. loney dear habe ich ausgerechnet in jerusalem entdeckt, zunächst auf einem urban-outfitters-sampler, dann auf einem geschenkten mix-tape eines freundes. tolle stimme, tolle arrangements, wunderschöne melodien. am besten gefällt mir die aussage des spin-magazins: “”Despair has never sounded so sweet.” weitere pressestimmen und information gibt´s auf loney dear´s seite. und nicht unerwähnt sollte auch der special-guest: maia hirasawa. songs zum dahinseufzen.


post-ordination

Von Juval am 26.June 2009 um 20:17 | Kategorien: Allgemein, kantor | Keine Kommentare »

ich, kantor? fertig mit studium- also zumindest im akademischem rahmen? nix mehr kolleg? keine fahrten mehr nach potsdam? was hat mich die routine in den letzten jahren (abgesehen von den letzten 10 monaten in jerusalem) begleitet und geprägt. und wenn alles so gelaufen wäre, wie es hätte laufen sollen, wäre ich jetzt wahrscheinlich bereits in los angeles. aber die amerikanischen behörden haben sich was anderes ausgedacht und mir mein arbeitsvisum erst einmal verweigert. sobald mein pass aus der botschaft wieder zurückkommt werde ich wohl erstens als tourist über den teich ziehen. in der zwischenzeit, nach all dem trubel der ordination, der ganzen aufmerksamkeit, versuche ich meine (warte)zeit möglichst konstruktiv zu gestalten. glücklicherweise kam ganz unerwartet eine webprojektanfrage, mit der ich mich momentan beschäftige. ja. es ist nicht immer einfach alleine unterwegs zu sein. wartend. war heute noch bei aviv russ in seiner sendung kol berlin. war super. echt ´ne tolle sendung, die aviv russ und manuel spallek da anbieten. ich denke, den podcast zur heutigen sendung gibt´s sehr bald hier geht´s zum podcast! viele neue melodien spielen sich ab in meinem kopf. scheint eine inspirierende zeit zu sein.


gesammelte reportagen

Von Juval am 18.June 2009 um 22:08 | Kategorien: Konzerte, Musik, kantor, studium | Keine Kommentare »

berliner morgenpost

berliner zeitung

deutsche welle

radiobeitrag:

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kol-berlin podcast

einen eigenen bericht gibt´s bald!


Abschlusskonzertbericht und Ordination

Von Juval am 17.June 2009 um 01:21 | Kategorien: Allgemein | Keine Kommentare »

war fantastisch! ich zumindest habe mich gut gefühlt und mich sehr über die anwesenheit meiner familie und freunde gefreut. die vielen proben mit chor und gesangslehrer haben sich gelohnt und alles machte plötzlich sinn. ich bin sehr dankbar für diese gelgenheit, die mir gegeben wurde.

mein kleiner bruder und ich sagen danke bei meinem abschlusskonzert

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100 jahre Israel

Von Juval am 17.June 2009 um 00:59 | Kategorien: Allgemein | Keine Kommentare »

ist noch eine weile bis 2048, eine kunstinstallation aus 2008 von michael blum beschäftigt sich jedoch bereits mit diesem zukünfitgen geburtstag. die von blum entwickelte vision ist eine krasse materialisierung der angst und/oder paranoia mancher zeitgenossen. meines erachtens aufrüttelnd:

 Exodus2048, Van Abbemuseum, Eindhoven. Photo Peter Cox

Exodus2048, Van Abbemuseum, Eindhoven. Photo Peter Cox

gesehen bei: blumology.net