arrival

January 31st, 2011

..heißt der zweite song meiner sammlung und.. … »

feel ok

January 25th, 2011

so, ich habe jetzt mehr oder weniger 11 neue songs. aufgenommen zu hause im laufe des vergangenen jahres. in den kommenden monaten werde ich schauen wie sich die tracks noch mischen lasse, dafür werde ich erneut die berlin-LA verbindung etwas aufwärmen. … »

debbie

January 21st, 2011

vor ca. 2 wochen ist eins der einflussreichsten musikerinnen innerhalb der jüdischen reformbewegung verstorben. angefangen als song-leaderin in jüdischen sommerlagern in den siebzigern schrieb debbie friedman unaufhörlich musik für den jüdischen gottesdienst, für den jüdischen lebenszyklus und für diverse rituale. während meines studiums am abraham geiger kolleg in berlin lernte ich so manche melodien von debbie – ihr einfluss in deutschland war jedoch keineswegs so gross wie in den staaten. ca. 2 monate vor ihrem plötzlichen tod traf ich mich mit debbie auf ein cafee in der nähe des hebrew union college in los angeles, wo debbie eine stelle als lehrkraft angenommen hat. die tatsache, dass debbie nie eine formelle musikalische ausbildung erhalten hat, und dennoch lehren durfte, sagt einiges über ihren einfluss. und tatsächlich habe ich das gespräch mit ihr sehr genossen. ausgebucht wie sie war, einigten wir uns auf den 28. januar als termin für einen gemeinsamen gottesdienst. es lässt mich denken dass wir selten, wenn wir in die zukunft blicken und planen, die option erwägen, dass wir es eventuell nicht zum geplanten termin schaffen werden, weil wir nicht mehr am leben sein werden…

 

 

ich kann mich erinnern, in berlin wurde debbie nicht selten von professionellen musikern belächelt und nich wirklich ernst genommen – etwas, was mich immer etwas bedrückt hat. wenn ich etwas von meiner kurzen interaktion mit debbie gelernt habe, dann ist es: sei du selbst, egal was die anderen sagen.

 

L´chi Lach wurde in meiner Gemeinde uraufgeführt:

 

 

meine gemeinde, wie viele andere gemeinden in den usa und auf der welt, hielten vergangene woche ein gottesdienst zu debbie´s gedenken mit ihrer musik und ihren worten. anbei ein paar auszüge:

 

 

 

die 18 monat theorie

December 23rd, 2010

in zwei tagen ist es genau ein jahr her, seitdem ich mit arbeitsvisum aus berlin in die staaten eingereist bin. mensch, war das ein jahr. und wenn mich leute fragen, ob ich LA schon mag, ist meine antwort meistens “noch nicht ganz, aber es wird von tag zu tag besser”. was mir gefällt: das wetter, die wahnsinnsvielfalt an nahrungsmitteln in allen möglichen zubereitungsstadien im supermarkt, das essen(!), meine gemeinde, mein job, die natur, das meer, das freibad… hmm. was mir nicht so gut gefällt: die behörden, die totale unkompatibilität der stadt mit fußgänger, dass ständige im-auto-rumsitzen und die daraus resultierende isolation, die elitistische einstellung zur kunst und kultur. ein freund schickte mir letztens folgenden kurzen artikel über die 18 monate theorie. da bin ich ja beruhigt,d ass ich noch 6 monate habe, um mich in die stadt zu verlieben. das erste wochenende des kommenden ziviljahres werde ich in san francisco verbringen – irgendwie erinnern mich anteile der stadt an aachen. frohe weihnachten allen feiernden!

thanksgiving

November 24th, 2010

mein erstes thanksgiving habe ich interessanterweise in jerusalem verbracht, waehrend meines letzten ausbildungsjahres. dieses jahr, however, verbringe ich thanksgiving, welches in den staaten von ziemlich allen religionen herzlich gefeiert wird, nunja, in den staaten. genauergenommen werde ich teil des unterhaltungs-und kochteams in la’s seniorenheim (aka gleh) fuer schwule und lesben sein. ich bin gespannt auf was mich erwartet. gleh‘s webseite ist sehenswert. es scheint als sei thanksgiving so ziemlich die einzige jahreszeit, in der der feiertag auch in der oeffentlichkeit zu spueren ist. manche geschaefte haben, tatsaechlich geschlossen und der autoverkehr nimmt ab. frohes dankfest an allen. thank you very much.

IKAR

November 9th, 2010

einmal im monat, wenn ich keine gottesdienste leiste, versuche ich mir ein bild von der sehr lebendigen synagogenszene von LA zu machen. im vergangenen freitag hat es nach IKAR verschlagen, eine konservative gemeinde, die zwar keine musikinstrumente benutzt, dafür aber umso  mehr vokalisten, die auf recht stimulierender art und weise harmonien zu selbskomponierten melodien anbieten. all dies wird von einer truppe schlagzeuger unterstrichen. ein sehr musikalischer, gemeinde mit-einbeziehender gottesdienst, der gute laune macht und entspannt. die predigten waren mir allerdings doch etwas zu new-age. mehr zu IKAR auf ihrer webseite.

a wider bridge

November 3rd, 2010

wie dass wohl sein mag, schwul, israeli und orthodox (in beliebieger reihenfolge) zu sein? ein wenig konnten mir gestern die gründer der schwul-orthodoxen organisation havruta, bat-kol und shoval beim abendessen erzählen. ich finde es ziemlich großartig, dass eine gruppe junger juden versucht eine gewisse auswirkung auf eine gesellschaft auszuüben, die sich erst in letzten jahren mit dem thema homosexualität auseinandersetzt. heute abend stellen die organisation ihre arbeit vor – im temple beth am um 7. bericht folgt. gesponsort wird dass alles unter anderem von der organisation a wider bridge. folgendes ist aus ihrer webseite entnommen, bezüglich der veranstaltung:

Over the past few years, a growing number of gay, lesbian, bisexual and transgender individuals have emerged from within Israel’s Orthodox communities, and new organizations have developed to serve their needs. These organizations – Havruta, Bat Kol, Shoval and The Pride Minyan – create community, provide support groups, promote greater visibility and understanding about the lives of the GLBT Orthodox, and create welcoming spaces for prayer and celebration. This tour will feature leaders of these groups: Asaf Lebovitz, Zehorit Sorek and Eyal Liebermann. Come hear their stories and learn about the successes they have had and the challenges they face as they forge new ground in Israeli society.