in meiner gemeinde gibt´s zu pessach eine ausstellung zum thema freiheit.
ein paar echt schöne beiträge sind eingegangen. besonders bewegt hat mich ein foto von sylvia sukop, der das gefühl von freiheit auf wundersamer weise einfängt. wer infos zum kontext des fotos gibt´s hier.
so wie ich es sehe, geht es ja darum, sich in den purimtagen hiner einer maske zu verbergen, als eine art erinnerung an damals und an heute, dass nichts so ist, wie es scheint und dass sich manchmal sachen hinter, oder unter der oberfläche abspielen. und in einerm artikel, dass mir neulich entgegenkam, wurde bemängelt, dass in vielen jüdischen gemeinden der sinn von purim verpasst wird, indem man einfach nur albern und fröhlich ist und vergisst, weswegen der ganze trubel eigentlich verbreitet wird. ich habe mir dazu so meine gedanken gemacht. anbetracht der nicht allzu schönen tatsache, dass am ende der purim-geschichte eine art racheakt von seiten der juden stattfindet, ist es vielleicht ganz gut, das fest mit humor zu begegenen und die positiven seiten der geschichte zu betonen. in meiner jetzigen gemeinde gilt jährlich der brauch, die megillah in verschiedenen sprachen zu lesen. mir gefällt die idee zu purim, eine bestimmte botschaft mit unorthodoxen mitteln zu vermitteln. nun, ich habe für purim eine rede vorbereitet, in der es darum ging neue mitglieder anzuwerben, aber dann geschah etwas und eine mir bisher unbekannte dame hat mir einfach so die show geklaut. einfach so. und dann zog sie tatsächlich eine grease-nummer durch. unglaublich. aber ich hatte dennoch spass. danke an neal für die videos!
es gibt weitaus schlimmeres als dafür bezahlt zu werden, in berlin auf das arbeitsvisum zu warten. so lange es dauert, spiele ich halt meine touristenkarte aus.
dass hat mir diese woche spaß gemacht:
spontan mit freunden zu dionne warwick tanzen, mitten in berlin mitte.
und da war noch mein konzert in der nah-bar! war schön.
in meiner verbliebenen zeit stellt sich jetzt die frage. soll ich nach jerusalem? oder doch lieber nach london? oder vielleicht bleibe ich doch in berlin? wird sich zeigen.