Archive for the 'Feiertage' Category

frei sein 2

Sunday, March 28th, 2010

in meiner gemeinde gibt´s zu pessach eine ausstellung zum thema freiheit.
ein paar echt schöne beiträge sind eingegangen. besonders bewegt hat mich ein foto von sylvia sukop, der das gefühl von freiheit auf wundersamer weise einfängt. wer infos zum  kontext des fotos gibt´s hier.

sylvia stellt auch demnächst aus.
und hier noch ein weiterer inspirierender artikel zum thema von rabbiner mordecai finley.

purim in LA

Wednesday, March 3rd, 2010

so wie ich es sehe, geht es ja darum, sich in den purimtagen hiner einer maske zu verbergen, als eine art erinnerung an damals und an heute, dass nichts so ist, wie es scheint und dass sich manchmal sachen hinter, oder unter der oberfläche abspielen. und in einerm artikel, dass mir neulich entgegenkam, wurde bemängelt, dass in vielen jüdischen gemeinden der sinn von purim verpasst wird, indem man einfach nur albern und fröhlich ist und vergisst, weswegen der ganze trubel eigentlich verbreitet wird. ich habe mir dazu so meine gedanken gemacht. anbetracht der nicht allzu schönen tatsache, dass am ende der purim-geschichte eine art racheakt von seiten der juden stattfindet, ist es vielleicht ganz gut, das fest mit humor zu begegenen und die positiven seiten der geschichte zu betonen. in meiner jetzigen gemeinde gilt jährlich der brauch, die megillah in verschiedenen sprachen zu lesen. mir gefällt die idee zu purim, eine bestimmte botschaft mit unorthodoxen mitteln zu vermitteln. nun, ich habe für purim eine rede vorbereitet, in der es darum ging neue mitglieder anzuwerben, aber dann geschah etwas und eine mir bisher unbekannte dame hat mir einfach so die show geklaut. einfach so. und dann zog sie tatsächlich eine grease-nummer durch. unglaublich. aber ich hatte dennoch spass. danke an neal für die videos!

frohes neues!

Thursday, December 31st, 2009

gott, was bin ich assimiliert :-)
nachts auf den kanälen von venice fand ich einen guten ziviljahresabschlussmotiv:

love auf den kanälen von venice

und für alle, die noch nicht wissen, was sie sich im neuen ziviljahr vornehmen sollen, den sei folgender link zu empfehlen! -> gesehen bei monina makes

??????

Monday, September 14th, 2009

das letzte wochenende des jüdischen jahres ist hinter mir. da momentan die gemeindearbeit so ziemlich das einzige ist was mir meine aufenthaltsgenehmigung erlaubt (führerschein, wohnung- und nebenjobsuche ausgeschlossen), befinde ich mich, je näher die hohen feiertage rücken, in einer dickflüssigen emotionalen brühe, bestehend aus der erkenntnis unserer macht als menschen, zu heilen und zu zerstören. habe gestern mit rabbinerin lisa edwards den slichot-gottesdienst geleitet – eine bewegende angelegenheit von vielen anderen bewegenden angelegenheiten, die die vorbereitungszeit für die hohen feiertage ausmachtt. ist es die kalifornische touchy-feely attitüde? ist es die jahreszeit? in der synagoge herrscht eine derartige emotionale offenheit, dass neben jedem gebetbuch eigentlich eine packung kleenex liegen sollte. naja, es hat ja was.
am freitagabend war ich von rabbinerin lisa edwards predigt – unter anderem zum jahrestag der anschläge vom 11. september – gerührt. anbei ein auszug:

The wild fires in LA, the 5th anniversary of Katrina last week, the 8th anniversary of 9/11 today, Rosh Hashanah next Shabbat…it’s easy to explain why I’ve been feeling vulnerable lately, a little on the anxious side. But nothing made me feel so vulnerable as flipping through that alumni magazine last week and finding out that Mike is dead. I feel vulnerable because he was my age and dead from cancer – but more than that – just vulnerable thinking how very much by chance, people – important people — come and go from our lives…how people can mean the world to us one year, and we can lose touch completely the next year and forever after.

And yet, even so, even out of touch, it’s worth noticing that those people can still mean a lot to us – it’s still true that they helped us become who we are, we can still care very much about them. It’s not a terrible thing, not necessarily even a sad thing, that they’re not “in” our lives anymore – we don’t have to search FACEBOOK looking for everyone we ever knew – those people can still be part of our lives, part of who we are, even though our lives and theirs have gone off in separate directions.

But sometimes it is helpful ….or just sweet … to pull some of those people back in; sometimes there is room for them still – or again – in our lives, whether in memory only or in reality . . . and not just people either.

This Shabbat – tonight and tomorrow – is the last of the seven sabbaths of consolation – the seven sabbaths that come between Tisha B’av – the saddest and lowest point on the Jewish calendar – and Rosh Hashanah – the most majestic day on the Jewish calendar…

die gesamte predigt gibt es hier zu lesen.

ich bin weiterhin begeistert und dankbar für die unterstützung und wärme, die ich von dieser gemeinde bekomme. viele gute gespräche, mit faszinierenden persönlichkeiten. ich liebe auch meinen chor, mit dem ich fleißig probe. achja. neues jahr, neues glück.

Unabhängig

Friday, May 1st, 2009

Am 61. Unabhängigkeitstag war ich mir meinen amerikanischen Freunden auf den Strassen von Jerusalem unterwegs. Es war lustig, auch wenn die Stimmung a bissl lau war. In der Uganda-Bar (wie ironisch, am israelischen Unabhängigkeitstag die Zeit in einer Bar Namens Uganda zu verbringen!) tanzten wir zur nostalgischen 80/90er Musik. Die von mir empfundene laue Stimmung mag vielleicht an meinen etwas müden Zustand liegen (zu viel vor-dem-Rechner-sitzen-und-Abschlussarbeit-schreiben-statt-zu-singen). Immerhin habe ich jetzt um die 80 Seiten Abschlussarbeit vor mir. Ich muss jetzt nur noch die Grammatik überprüfen, die Fußnoten checken und die Bibliographie aktualisieren. Yippie. Das Jahr in Israel neigt sich dem Ende zu. Im großen und gaznen war und ist es eine fantastische Erfahrung. Nächste Woche gibt die Kantorenklasse ein Konzert. Hier der offizielle Einladungstext:

The Annual Concert of Israeli Art Music
Thursday May 7th. 2009, 08:00 pm
The HUC Cantorial Students and pianist Monica Fallon
Works by Sasha Argov, Moshe Willensky, Nachum Nardi, Paul Ben-Haim, Yechezkel Braun and others
Admission free

Wer also in der Gegend ist – vorbeikommen, es lohnt sich!

Ansonsten wurde Emily Karpels Album zum Unabhängigkeitstag für das beste israelische Album des Jahres nominiert – find ich cool! Ich durfte Emily für eine Hausarbeit im letzten Semester interviewen  und hoffe das Interview bald hochladen zu können. Neue Musik von mir gibt´s auch hoffentlich sehr bald zu hören. Ein schönes Wochenende allerseits!

feiert schoen!

Sunday, December 21st, 2008

happy chanukka

Zwischenlandung

Wednesday, October 15th, 2008

Ich sitze am Charles de Gaulles Flughafen und denke über meine Zeit in Los Angeles nach. Die Uhrzeit auf meiner Taskleiste stimmt jetzt mit der Umgebungszeit überein und es ist komisch zu wissen, daß meine neugewonnenen Freunde in der Stadt der Engel jetzt schlafen gehen. Ich hatte eine wunderbare Zeit. Habe viel gelernt, erlebt, gesehen und getan. Die Vorstellung heute Abend wieder in Jerusalem anzukommen und nicht mehr ganz so on demand zu sein wie vor kurzem, ist nicht allzu verlockend, aber es gibt weitaus schlimmeres. Wenn alles gut läuft bin ich im Juni fertig mit dem Studium, dann mache ich noch Führerschein und vielleicht bin ich dann wieder auf dem mullholand drive, oder auf dem sunset boulevard, diesmal nicht auf dem Beifahrersitz.

Wenn mich Leute fragen, was ich am meisten geliebt habe, werde ich sagen: Die Teamarbeit, die Tatsache, daß ich mit einem fantastischen Team bestehend aus Rabbinerin, Rabbinerstudent, Chorleiterin, Pianistin und Chor die Gottesdienste planen konnte. Das Diskutieren, das Gestalten, das Planen hat mich lebendig fühlen lassen und schon lange war ich nicht mehr so gefüllt mit Verpflichtung, die auch enorm Spaß macht, wie in den letzten Wochen.

Danke, Danke, Danke..

Und ein verspätetes Schana Tova an allen!

Was so passiert…

Tuesday, September 23rd, 2008

In der neuen Geo Kompakt Ausgabe gibt´s übrigens einen kleinen Artikel über mich-nur so als Hinweis :-)

So viel ist passiert seit meiner Ankunft in Jerusalem, so viele Fotos gemacht, so vie gesehen, erlebt und getan und dennoch habe ich keine ruhige Minute gefunden darüber zu berichten. Vielleicht bedurfte es einen zweiten Besuch in L.A. und ein bisschen Jetlegfeeling um diese ruhige Minute zu finden. Jetzt bin ich also in L.A. frisch gejetleggt und noch nicht ganz im klaren wie ich den Tag starten soll.

Das Hebrew Union College Team bemüht sich sehr um ein angenehmes Jahr in Jerusalem für seine Studenten. Wir waren auf einen 3 Tage Ausflug im Norden Israels auf den Spuren des “neuen Juden”, so wie er zur Zeit der zweiten Aliya propagiert wurde. Wir trafen Menschen aus Kiryat Shmona und aus Katzrin, besuchten Tel Dan, Tel Chai, See genezareth und Metula.

Davor waren wir auf einen Kantorenkonzert im Turm Davids  zu Ehren von Yossele Rosenblatt, im Turm Davids (und ja, ich habe wohl noch eine Menge zu lernen…).

Jetzt heißt es aber erstmal proben für die hohen Feiertage. Und wer gerade zufällig in Jerusalem ist, dem sei der Besuch mindestens eines Gottesdienstes am HUC sehr empfohlen!

L.A. letzter Tag

Sunday, August 31st, 2008

Kaum habe ich angefangen die Gemeinde “Beth Chayim Chadashim” richtig kennezulernen, schon geht´s wieder zurück nach Berlin. Ich hatte eine wunderbare Zeit, habe viel gelernt, viele neue Eindrücke bekommen und den Ozean erneut lieben gelernt :-)

Die beiden Gottesdienste an denen ich teilgenommen habe, waren sehr unterschiedlich. Den ersten Abend teilte ich mit Rabbinerin Lisa Edwards und Rabbinerstundent Joe Hample. Es gab an diesem Abend gleich mehrere Feste zu feiern: 5 geschlossene Ehen und eine efolgreiche Babyadoption. Es wurde also viel Mazel Tov gesungen und viele Freudetränen wurden vergossen.

Der zweite Gottesdienst wurde mit Gitarre, Schlagzeug und Gesang verbracht. Hat mir gut gefallen. Sehr viel Wärme und Harmonie, die in der Synagoge zu empfinden war. Naja, vielleicht etwas viel amerikanische Sentimentalität für einen zynischen Europäer wie meinereiner, aber es hat auf jeden fall gewirkt und in manchen Momenten musste ich mich beherrschen, nicht loszuschluchzen.

Auch mein Workshop ist gut verlaufen- über die die Angstempfindung in der Liturgie der hohen Feiertage.

Meine Gastgeber waren sehr freundlich, die Gemeindemitglieder waren sehr freundlich, der Chor, Jeanelle, die Pianistin, die mich zu den hohen Feiertagen begleiten wird und mit mir täglich geprobt hat und alle die sich die Zeit genommen haben, mir die Stadt zu zeigen habe ich zu danken.

Thank you all for making these 3 weeks so wonderful for me :-)

Und jetzt erstmal zurück nach Berlin und dann nach Jerusalem!

L.A. Tag1

Tuesday, August 12th, 2008

Durch die ganzen Zwischenstopps, Flugverzögerungen und die Zeitverschiebung war´s für mich ein ein recht langer 11. August. Laut meinen Gastgeber war ich wohl 23 Stunden uterwegs und dementsprechend müde fühle ich mich jetzt. Auf unserem Nachhauseweg sind wir an BCC vorbeigefahren und- welch ein Zufall- just im selben Moment traf sich der Chor zur wöchentlichen Probe und ich konnte mir, trotz jetlag, eine Probe ansehen und die Chormitglieder kennenlernen. Mir gefallen die Aussichten hier sehr. Im Milky Way wurde ich noch schnell Steven Spielbergs Mutter vorgestellt- eine sehr nette Persönlichkeit und jetzt sitze ich in Studio City, (where the houses are pretty pretty), mache erste Verabredungen, schaue mir Fahrpläne an habe ein gutes Gefühl.

Die Chormitglieder beim Einsingen während einer Probe im Gemeindesaal von Beyt Chayim Chadashim

Die Chormitglieder beim Einsingen während einer Probe im Gemeindesaal von Beyt Chayim Chadashim