Archive for October, 2008

Winterdepression

Sunday, October 26th, 2008

Naja, vom wirklichen Winter kann in Jerusalem noch nicht die Rede sein. Von Depression schon. Nach 6 Jahren problemloser Zusammenarbeit entschloss sich mein Laptop in einem tiefen Winterschlaf zu versinken. Und seit einigen Tagen will er nicht mehr aufwachen. So langsam vermisse ich meine Dateien auf der Festplatte. Ich hoffe, mein Laptop wacht wieder auf. Und sonst.. die Uni hat wieder begonnen, endlich mal eine Woche ohne Feiertagsunterbrechung und es waere alles schoen und gut, wenn ich mir nicht wie der totale Laie vorkommen wuerde, wenn ich mit den restlichen KantorstudentInnen Blattsinguebungen mache. Bin im Jammermodus und hoffe, dass es sich bald aendert. Meine Wohnung ist auch nicht der Hit, bzw. die Mitbewohner. Damit meine ich hauptsaechlich 2 Katzen die mal auf meinem Bett, mal vor meinem Zimmer und mal in der Kueche vor sich hin pinkeln. Macht keinen Spass. Die Nachbarn vom Erdgeschoss haben seit Jahren einen Streit und beschmutzen um die Wette den Haupteingang. Macht auch keinen Spass.
Ich habe Privatstunden bei wirklich guten Lehrern. Repertoire und Chorleitung. Das macht viel Spass und fordert. Yippie.

Mitte dieser Woche feiern die Rabbinerstudenten eine Halloweenparty (like, whatever)… Soll ich hin? oder vielleicht doch zum Konzert von Korin Allall?

Ich vermisse Berlin. Und Los Angeles. Haette ich nicht gedacht.

Zwischenlandung

Wednesday, October 15th, 2008

Ich sitze am Charles de Gaulles Flughafen und denke über meine Zeit in Los Angeles nach. Die Uhrzeit auf meiner Taskleiste stimmt jetzt mit der Umgebungszeit überein und es ist komisch zu wissen, daß meine neugewonnenen Freunde in der Stadt der Engel jetzt schlafen gehen. Ich hatte eine wunderbare Zeit. Habe viel gelernt, erlebt, gesehen und getan. Die Vorstellung heute Abend wieder in Jerusalem anzukommen und nicht mehr ganz so on demand zu sein wie vor kurzem, ist nicht allzu verlockend, aber es gibt weitaus schlimmeres. Wenn alles gut läuft bin ich im Juni fertig mit dem Studium, dann mache ich noch Führerschein und vielleicht bin ich dann wieder auf dem mullholand drive, oder auf dem sunset boulevard, diesmal nicht auf dem Beifahrersitz.

Wenn mich Leute fragen, was ich am meisten geliebt habe, werde ich sagen: Die Teamarbeit, die Tatsache, daß ich mit einem fantastischen Team bestehend aus Rabbinerin, Rabbinerstudent, Chorleiterin, Pianistin und Chor die Gottesdienste planen konnte. Das Diskutieren, das Gestalten, das Planen hat mich lebendig fühlen lassen und schon lange war ich nicht mehr so gefüllt mit Verpflichtung, die auch enorm Spaß macht, wie in den letzten Wochen.

Danke, Danke, Danke..

Und ein verspätetes Schana Tova an allen!