Ilan Mor in Potsdam / Im Osten nichts neues
Von Juval am 07.July 2008 um 16:44 | Kategorien: israel, studium.Heute Vormittag war Ilan Mor, der israelischer Gesandter zu Besuch an der Uni Potsdam. Thema seine Vortrags war “60 Jahre Israel – eine kritische Bestandsaufnahme” und es war so mittel.
“Von der Wahrheit wie ich sie sehe” versprach Herr Mor zu berichten, doch irgendwie lief es auf recht plakative, bekannte Slogans hinaus. Ja, das Land hat in seinen 60 Jahren unheimlich viel erreicht- die Entwicklungshilfe in der dritten Welt, vor alled in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Deutschland sei erwähnenswert, im HighTech-Bereich sei Israel Vorreiter, israelische Schriftsteller sind weltweit erfolgreich und die Filmbranche boomt.
Und ja, durch den Konflikt werden die Errungenschaften in den Schatten gestellt. Drei Kreise würden den Konflikt bilden – die Chamass, die Hisbolla und der Iran.
Und was die momentanen Gesprächspartner im israelisch-palästinensischen Konflikt angeht – so seien kreative Ansätze gefragt. Doch leider kam dann keine weitere Ausführung, was die kreativen Ansätze anging und das ist schade. Ilan Mor sprach von der Müdigkeit der israelischen Bevölkerung. Eine Müdigkeit die auf das sich immer wiederholende Anschlag-Gegenreaktion Verhaltensmuster bezieht und mit einer gewissen Traurigkeit konnte ich es gut nachvollziehen.
Man (bzw. Ich
) kann nur hoffen, daß sich die Müdigkeit nicht in Achtlosigkeit wandelt, weder bei den Regierenden des Landes, noch bei der Bevölkerung auf beiden Seiten.
Am Donnerstag beginnt übrigens die Tagung der Union progressiver Juden in Deutschland und im Kolleg laufen halbwegs unzickig die Vorbereitungen dafür. Die Studenten werden den Schabbat Morgengottesdienst- mit der übergreifenden Thematik “Ort” als Konzept- leiten. Berichterstattung folgt!

July 8th, 2008 at 09:53
[...] Eine weitere Betrachtung findet Ihr bei Juval. [...]
October 12th, 2009 at 20:16
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Oh well maybe one day….